we speak art
Bildungs-, Kunst- & Kulturverein
MASTERCLASS
Deine Stimme sowie die Sprache ist neben dem Körper, das vertrauteste Instrument was du hast.
Mag. art Kristina Bartashova
Die Stimme und Sprache als Instrument
Bei der Erziehung des Körper und Geistes eines Schauspielers, nimmt Atmung einen wesentlichen Stellenwert ein. Was vom Leben gegeben worden ist, ist bei näherem Hinsehen, der Anfang und das Ende der menschlichen Existenz. Der erste Atemzug ist genauso wichtig, wie die freie Atmung auf der Bühne eines Schöpfers. Das Erarbeiten einer beherrschten Atemstütze in jeder Situation und bei jeder Schauspielerischen Aufgabe, ist während der künstlerischen Selbsterziehung unausweichlich. Hierfür ist die Hinwendung zu seinem eigenem Naturell und das Erkennen der Atemregulation im allgemeinem Leben notwendig. In dem Atem liegt die Wahrheit verborgen, sowohl im Leben als auch auf auf der Bühne.
Die Stimme im Raum
– von Theorie in die Praxis
Technik in Verbindung mit der Aktivierung des eigenem Systems, das Erlangen einer bewussten, freien Atmung, ist der Anfang eines schöpferischen Prozesses und verlangt höchste Konzentration und konkretes Arbeiten. In Verbindung mit entsprechend fundierten Arbeitsmethoden der naturalistischen Schule, soll der ganze Mensch mit seiner Persönlichkeit, seinem Naturell, und nicht nur seine Artikulationsorgane, erfasst werden.
Die Methodik, in dem Fall das technische Training der Sprechwerkzeuge, schult den sprecherisch- sprachlichen Gesamtausdruck des Schauspielers. Hierfür ist die Kenntnis der physischen und psychischen Kräfte seiner eigenen Psychosomatik erforderlich. Auseinandersetzung mit der Gravitationskraft und der Leichtigkeit im Körper sind fundamental um eine freie, durchlässige Atmung zu erlangen. Weiters ist das Verständnis und die Aufl゚ösung innerer Gedankenblockaden ein wichtiger Eckpfeiler einer langen Atmung. In der Gruppenarbeit wird anhand von technischen Übungen, die Fähigkeit funktionellen Hörens geschult, ohne, dass hierbei das individuelle Naturell eines Jeden verloren geht, im Gegenteil, lernt der Schauspieler seine Persönlichkeit produktiv in das Ensemble miteinfließen zu lassen, sodass gemeinsames, magisches und lebendiges Leben im Moment entstehen kann, welches nicht wiederholbar ist, sondern von den Teilnehmern jedes Mal aufs neue durchlebt werden muss.
Die Naturalistische Schule
Die Naturalistische Schule sieht den Schauspieler als Schöpfer einer neuen, ihm bekannten Realität. Die Handlungen sind lebendig und eine ewige Suche nach dem Wahrheitsgehalt der Situation, sie stehen linear in Verbindung zur Etüdenmethode und verlangen nach dem Innenkern des Schauspielers, welcher bewusst den Zugriff seines System für den künstlerischen Prozess eröffnet. Der Schauspieler erfüllt nicht, er lebt und handelt. Arbeitsansätze der traditionellen „Naturalistischen Schule des Durchlebens” frei nach K. S. Stanislavski, M. A. Cechov, N. V. Demidov und W. E. Meyerhold, Juri A. Vasiljev, G. M. Kozlov, sollen den Schauspielern ermöglichen selbst zu erfahren wie lebendiges Theater durch ihre eigenes Naturell entsteht und welche Stelle ihre Individualität im künstlerischen Prozess einnimmt.
Die Etüde selbst, ist in diesem Fall, eine Komposition, ein Ausschnitt aus dem Leben. Ziel ist es «das echte Leben» auf der Bühne zu untersuchen und anhand von Technik, den Kunstgriff automatisiert zu beherrschen, ohne dabei in eine «Wiederholung der Abläufe» zu fallen.
Was wird gefördert